1. Einführung
Die Opstina (@ Gemeinde) GORNJI VAKUF, eine der 12 Opstinas des Kantons ZENTRAL-BOSNIEN, hat eine Ausdehnung von ca. 402 Quadratkilometern.1 Entgegen den Bestimmungen der Verfassung der FBuH existieren zwei getrennte Gemeindeverwaltungen: Eine bosniakische verwaltet etwa zwei Drittel des Gebietes; das restliche Drittel, "USKOPLJE" genannt, ist unter bosnisch-kroatischer Verwaltung.2 Inwieweit durch die Implementierung der Ergebnisse der Kommunalwahlen im September 1997 tatsächlich die verfassungsmäßig vorgesehene einheitliche Verwaltung entsteht, ist bislang nicht absehbar.
Von Südosten nach Nordwesten durchzieht die Nationalstraße 16-2 im Zuge des VARBAS-Tales die Gemeinde. Dieses ist gleichzeitig das Hauptsiedlungsgebiet der Opstina. Der überwiegende Teil der Opstina ist bewaldet und gebirgig mit Höhen zwischen 1.500 und 2.060 Metern. Insbesondere der Nordosten und der Südwesten der Opstina sind nahezu unbesiedelt.3
Die Gemeinde gliedert sich in 14 Bezirke ("Mjesne zajednice" @ "Dorfgemeinschaften").4
Von 51 einzelnen Dörfern der Gemeinde wurden vor dem Krieg 14 ausschließlich von Bosniaken und 13 nur von bosnischen Kroaten bewohnt, in 24 lebten die Ethnien gemischt. Nach dem Krieg wurden nahezu alle Ortschaften aufgrund ausgedehnter Vertreibungen nur noch von je einer Ethnie bewohnt. Die Hauptkampflinie verlief in etwa im Zuge der Linie, die heute den bosniakisch verwalteten Bereich vom bosnisch-kroatischen trennt sowie im Zentrum der Opstina im Zuge der Nationalstraße. Hier sind die kriegsbedingten Zerstörungen am größten.
Bei den Kommunalwahlen im September 1997 gewann die von der SDA geführte Koalition KCD die Mehrheit der Sitze im Gemeinderat und wird den Bürgermeister stellen, wenn die verfassungsgemäße einheitliche Opstinaverwaltung gebildet wird. Die Sitzverteilung im zukünftigen Gemeinderat stellt sich im einzelnen wie folgt dar:5

1 Zahlenangabe der Gemeindeverwaltung
GORNJI VAKUF, Oktober 1997.
2 Vgl. Anlage 6.
3 Vgl. Anlage 4.
4 Vgl. Anlage 5.
5 Quelle: OSCE, 16.10.1997